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So kündigt sich der Festplatten-Tod an

2006 fand eine Google-Studie heraus, dass 64 Prozent aller Festplattenausfälle vorhersehbar sind. Die Forscher nahmen neun Monate lang rund 100.000 Festplatten unter die Lupe, berücksichtigten aber nur den sogenannten Smart-Standard. Smart („Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology“) – zu deutsch „System zur Selbstüberwachung, Analyse und Statusmeldung“ – ist mit einem Protokoll vergleichbar, in dem die Festplatte bis zum Defekt diverse Werte festhält, beispielsweise die Betriebszeit.

 

 

 

1. Die Festplatte wird zu heiß
2. Die Festplatte macht komische Geräusche
3. Windows stürzt ab oder bleibt kurz hängen
Smart-Tabelle: Die wichtigsten Werte erklärt

Berücksichtig man auch noch akustische Warnsignale und Datenfehler, erhält man noch exaktere Prognosen. Auf den folgenden Seiten finden Sie drei Warnhinweise.

Bevor die Festplatte defekt ist
In der Download-Galerie unten finden Sie 20 Gratis-Tools für die Festplatte, die Datenverlust vorbeugen, die Platte flüstern lassen oder sie sauber halten.

1. Die Festplatte wird zu heiß

Speedfan: Thermometer für die FestplatteThermometer für die Festplatte
Um die Temperatur Ihrer Platte zu messen, brauchen Sie spezielle Tools. Wir empfehlen das kostenlose "Speedfan". Klicken Sie nach Download und Installation von Speedfan auf „Configure“ und „Options“, um die Sprache auf Deutsch zu stellen. Speedfan hat sich auf Spannungs- und Drehzahlwerte des CPU-Lüfters spezialisiert, liefert aber auch wertvolle Informationen zur Festplatte.

Nicht über 50 Grad
Im ersten Reiter „Lesen“ listet Speedfan diverse Temperaturmessungen auf. Die Festplattentemperatur finden Sie hinter „HD0“, mit einem Pfeil gibt Speedfan die aktuelle Entwicklung an. Auf unserem Testrechner arbeitete eine Seagate-Platte bei 38 Grad Celsius – eine Temperatur unter 50 Grad ist ein gutes Zeichen. Alternativ-Programm: Die Freeware "HD Tune" zeigt die aktuelle Temperatur der Festplatte ebenfalls an. Profis greifen zu den Smartmon-Tools, die noch viel mehr können, als die Temperatur auszulesen.

2. Die Festplatte macht komische Geräusche

Oft verraten Geräusche eine defekte Festplatte.Ihre Platte macht komische Geräusche, aber Sie wissen nicht, was diese bedeuten? Im Internet gibt es eine Geräuschesammlung defekter Festplatten. Die Liste ist in acht Festplattenhersteller unterteilt, etwa Western Digital, Seagate oder Samsung. Hören Sie sich die Geräusche Ihrer Marke an: Ist das gleiche Kratzen, Klopfen oder Piepen darunter, ist Ihr Laufwerk höchstwahrscheinlich defekt.

Festplatte identifizieren
Wenn sie noch funktioniert, finden Sie die Modellbezeichnung Ihrer Festplatte über einen Rechtsklick auf die Platte im Arbeitsplatz heraus. Navigieren Sie über „Eigenschaften“ zu „Hardware“. Andernfalls bauen Sie das Laufwerk aus oder schauen im Handbuch nach.

3. Windows stürzt ab oder bleibt kurz hängen

HD Tune: Untersucht die Smart-Daten der Festplatte.Wenn Ihre Festplatte über fehlerhafte Sektoren stolpert, bleibt Windows einen Moment lang hängen. Datenfehler können auch zum Absturz führen. Die empfindliche Oberfläche der Festplatte wird durch Temperaturschwankungen, Stöße und defekte Mechanik oder Elektronik beschädigt. Nicht immer fällt dabei die Festplatte ganz aus, denn moderne Festplatten besitzen eine interne Fehlerkorrektur, die imstande ist, einzelne Sektoren als defekt zu markieren.

Ist Ihre Festplatte an der Oberfläche beschädigt?
Das Gratis-Tool "HD Tune" macht defekte Sektoren und Datenfehler sichtbar. Klicken Sie nach Download und Installation von HD Tune auf den Reiter „Error Scan“ und dort auf „Start“. HD Tune überprüft nun die Oberfläche der Festplatte und kennzeichnet beschädigte Regionen mit roten Kästchen. Vereinzeltes Rot ist kein Grund zur Panik, nehmen Sie den Befund aber nicht auf die leichte Schulter.

Gesundheitscheck: Wie fit ist Ihre Festplatte?
Unter „Health“ bewertet HD Tune mithilfe der Smart-Daten die Gesundheit Ihrer Festplatte. Im Idealfall steht unten rechts ein grünes „Ok“. Die „Power On Time“-Anzeige links daneben misst die Betriebszeit Ihrer Platte, je nach Hersteller meist in Stunden. Unsere Test-Platte hat laut HD Tune 1.790 Stunden auf dem noch recht jungen Buckel. Bei den Werten darüber bezeichnet „Current“ den aktuellen Wert und „Worst“ den schlechtesten je gemessenen. Keiner der Werte sollte unter den Threshold (den Schwellenwert) fallen. Mehr dazu auf der nächsten Seite.

Smart-Tabelle: Die wichtigsten Werte erklärt

Smart: das Festplatten-ProtokollDie Tabelle unten beinhaltet die wichtigsten Smart-Parameter inklusive Erklärung und Fehlerbewertung. Einige Hersteller benutzen zusätzlich eigene Parameter oder verzichten auf Angaben. Festplatten speichern jeden Wert als Raw-Data und bewerten ihn mit einer Skala von 0 bis 100, 200 oder 255. Je nach Abstufungswunsch verwenden die Hersteller die unterschiedlichen Skalen. Das Skala-Maximum bedeutet „sehr gut“, je weiter sich der Wert 0 nähert, desto schlechter. Ausnahmen: Die Temperatur wird in Grad Celsius gemessen, die Betriebsdauer meist in Stunden. (PC-Welt/tö)

Smart-Parameter

Relevanz
Fehler
Schlechte Werte
Raw Read Error Rate
ausfallrelevant
nicht korrigierbare Lesefehler, führen zu erneutem Lesen
Problem mit Plattenoberfläche
Spin Up Time
ausfallrelevant
durchschnittliche Startzeit, meist in (Milli-)Sekunden
Problem mit Motor oder Platten-Lager
Start/Stop Count
informativ
Anzahl der Start-/Stop-Vorgänge der Festplatte
Abnutzung
Reallocated Sector Count
ausfallrelevant
Anzahl der verbrauchten Reserve-Sektoren
Problem mit Plattenoberfläche, Ausfall binnen eines halben Jahres
Seek Error Rate
ausfallrelevant
nicht korrigierbare Lesefehler, führen zu erneutem Lesen
Problem mit Lese-/Schreibeinheit
Power On Hours Count
informativ
Laufzeit der Platte, meist in Stunden oder Sekunden
Abnutzung
Spin Retry Count
ausfallrelevant
Fehlstarts
Problem mit Motor
Power Cycle Count
informativ
An- und Abschalten des PCs mit dieser Festplatte
Abnutzung
Temperature
ausfallrelevant
Temperatur der Platte in Grad Celsius
schlechte/defekte Lüftung, nach drei Jahren Nutzung verdoppelt sich die Ausfall-Wahrscheinlichkeit
Hardware ECC Recovered
ausfallrelevant
korrigierte Bitfehler beim Lesen
Problem mit Plattenoberfläche oder hohe Datendichte
Ultra DMA CRC Error Count
informativ
Anzahl der aufgetretenen CRC-Fehler
defekte Kabel, verschmutzte Kontakte, Übertaktung, Treiber
Scan Error Rate
ausfallrelevant
nicht korrigierbare Fehler beim Überprüfen der Oberfläche
Problem mit Plattenoberfläche, Ausfall binnen eines halben Jahres
Throughput Performance
ausfallrelevant
Datendurchsatz der Fesplatte (Effizienz)
schlechte Werte stehen für langsame Geschwindigkeit
Load/Unload Cycle Count
informativ
Parkvorgänge der Schreib-/Leseeinheit
Abnutzung, vorgesehen sind rund 300.000, der Wert zeigt die bisherigen

 

 

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(Quelle Internet / Autor wenn nicht erwähnt, UNBEKANNT)

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